Lead-Generierung ohne Agentur: Der komplette Guide für Dienstleister, die selbst Kunden gewinnen wollen
Du zahlst 3.000 Euro pro Monat an eine Agentur — und bekommst dafür 12 Leads, von denen 9 nicht mal ans Telefon gehen.
Kommt dir bekannt vor?
Dann lies weiter. Denn in diesem Guide zeige ich dir, wie du deine Lead-Generierung ohne Agentur aufbaust, selbst steuerst und dabei bessere Ergebnisse erzielst als mit jedem externen Dienstleister. Lead-Generierung selbst zu machen ist kein Hexenwerk — es ist ein System. Und Systeme kann man lernen.
Hier bekommst du keine Theorie und keine Frameworks aus dem BWL-Studium. Nur das, was bei mir und meinen Kunden im DACH-Raum tatsächlich funktioniert.
Warum die meisten Unternehmer an Agenturen scheitern
Lass mich kurz ausholen, weil ich das Pattern so oft sehe, dass es schon wehtut.
Die typische Agentur-Story läuft so: Du hast ein gutes Angebot, willst skalieren, also holst du dir eine Performance-Agentur. Die verspricht dir 50 qualifizierte Leads pro Monat. Du zahlst 2.500 bis 5.000 Euro Retainer plus Ad Spend.
Monat 1: "Wir sind in der Testphase." Monat 2: "Die Creatives müssen optimiert werden." Monat 3: Du hast 15.000 Euro ausgegeben und 8 Calls gebucht. Davon 2 No-Shows. Und der Praktikant, der deinen Account betreut, kann dir nicht mal erklären, warum dein CPL bei 87 Euro liegt.
Das Problem ist nicht, dass Agenturen per se schlecht sind. Das Problem ist das Modell. Eine Agentur betreut 20 bis 40 Kunden gleichzeitig. Dein Account wird von einem Junior gemanagt, der deine Zielgruppe nicht kennt, deinen Markt nicht versteht und deine Nische nicht spürt.
Und hier ist die unbequeme Wahrheit: Niemand wird dein Business jemals so gut verstehen wie du selbst. Deshalb funktioniert Lead-Generierung ohne Agentur nicht nur — sie funktioniert in den meisten Fällen besser. Weil du den entscheidenden Vorteil hast: Du kennst deinen Kunden.
Wenn du wissen willst, woran du erkennst, dass deine Agentur nicht performt, und wie du den Wechsel sauber hinbekommst, lies meinen Step-by-Step Guide zum Thema Werbeagentur kündigen.
Die 3 Lead-Generierung-Kanäle, die tatsächlich funktionieren
Vergiss die 27 verschiedenen Strategien, die dir irgendein Marketing-Guru verkaufen will. Für die selbstständige Lead-Generierung gibt es genau drei Kanäle, die für Dienstleister, Coaches und Berater zuverlässig funktionieren.
Kanal 1: Paid Ads (Meta, Google, YouTube)
Paid Ads sind der schnellste Weg zu Leads. Du schaltest heute eine Anzeige, morgen hast du Anfragen. Meta Ads für Dienstleister sind dabei der Einstiegskanal Nummer eins, weil die Einstiegshürde niedriger ist als bei Google und du Leute erreichst, die dich noch nicht kennen.
Vorteile:
Sofortige Ergebnisse — innerhalb von 24 bis 48 Stunden weißt du, ob es funktioniert
Skalierbar — von 20 Euro pro Tag auf 500 Euro pro Tag, wenn die Zahlen stimmen
Vorhersagbar — bei einem CPL von 25 Euro weißt du exakt, was 1.000 Euro Ad Spend bringen
Nachteile:
Kostet Budget — rechne mit 500 bis 1.000 Euro Testbudget am Anfang
Lernkurve beim Setup — aber deutlich kleiner als die meisten denken (20 bis 35 Stunden)
Ohne guten Funnel verbrennst du Geld
Meine Empfehlung: Starte mit Meta Ads. 20 bis 30 Euro Tagesbudget. Ein Angebot. Eine Zielgruppe. Teste 3 bis 5 verschiedene Hooks in deinen Creatives. Nach 7 Tagen weißt du, welcher Hook zieht. Die meisten machen den Fehler, 10 verschiedene Zielgruppen gleichzeitig zu testen. Lass das. Fokus schlägt Komplexität.
Kanal 2: Content (Social Media, Blog, YouTube)
Content-Marketing ist der nachhaltigste Weg zur Lead-Generierung. Du baust dir eine Audience auf, die dir vertraut, bevor sie überhaupt mit dir spricht.
Vorteile:
Quasi kostenlos (abgesehen von deiner Zeit)
Baut Vertrauen und Autorität auf — dein Lead kennt dich, bevor er bucht
Compound Effect — ein guter Blogartikel bringt dir in 12 Monaten mehr Leads als eine Ad-Kampagne in 12 Tagen
Nachteile:
Dauert — rechne mit 3 bis 6 Monaten, bis du konstanten Flow hast
Du musst regelmäßig liefern, nicht einmal pro Quartal
Ohne SEO-Strategie produzierst du Content, den niemand findet
Der Trick bei Content: Schreibe nicht über das, was du spannend findest. Schreibe über das, was deine Zielgruppe um 2 Uhr nachts googelt. Genau das sind die Probleme, für die sie bezahlen würden. Dieser Artikel hier ist das perfekte Beispiel — du suchst nach Lead-Generierung ohne Agentur, weil dich genau dieses Thema beschäftigt.
Kanal 3: Outreach (DMs, E-Mail, LinkedIn)
Outreach ist der direkteste Weg. Du gehst aktiv auf potenzielle Kunden zu, statt zu warten, dass sie zu dir kommen.
Vorteile:
Funktioniert ab Tag 1 — kein Budget, keine Audience nötig
Extrem zielgerichtet — du sprichst genau die Leute an, die du als Kunden willst
Ideal zum Testen von Messaging und Angebotsformulierung
Nachteile:
Zeitintensiv — 20 bis 30 personalisierte Nachrichten pro Tag sind echte Arbeit
Conversion niedriger als bei Inbound (die Person hat nicht aktiv nach dir gesucht)
Skaliert schlecht ohne Automatisierung
Outreach ist perfekt als Startrampe. Wenn du noch keine Ads schaltest und keinen Content hast, ist das dein erster Hebel. 20 personalisierte DMs pro Tag auf LinkedIn. Kein Copy-Paste-Spam. Echtes Interesse an der Person. Dann der Übergang zu einem kurzen Gespräch.
Welchen Kanal solltest du wählen?
Die ehrliche Antwort — es kommt darauf an, wo du stehst:
Budget unter 1.000 Euro pro Monat? Starte mit Outreach plus Content
Budget 1.000 bis 3.000 Euro pro Monat? Paid Ads plus Content
Budget über 3.000 Euro pro Monat? Alle drei parallel, aber mit einem Fokus-Kanal
Der Fehler ist, alles gleichzeitig halbherzig zu machen. Lieber einen Kanal richtig als drei Kanäle schlecht.
Der simpelste Funnel, der funktioniert: 3 Schritte, kein Overengineering
Jetzt wird es praktisch. Du willst selbst Leads generieren — also brauchst du einen Funnel. Und hier machen 95 Prozent aller Unternehmer denselben Fehler: Sie bauen ein Monster.
Landing Page mit 7 Sektionen. Ein Webinar mit 90 Minuten. Eine E-Mail-Sequenz mit 14 Mails. Tripwire-Angebot. Upsell. Downsell. Cross-Sell. Ich krieg schon beim Aufzählen Atemnot.
Hör auf damit.
Ich nenne es das Occam's-Razor-Prinzip für Funnels: Der simpelste Funnel, der funktioniert, ist der beste Funnel. Und der sieht so aus:
Hook-Ad oder Content-Piece — bringt den Klick
Einfache Landing Page mit einem klaren Angebot — bringt den Lead
Kalender-Buchung oder Kontaktformular — bringt den Termin
Das ist es. Drei Schritte. Kein Webinar. Kein E-Book mit 47 Seiten. Kein 5-teiliger Video-Kurs.
Die Landing Page braucht genau fünf Elemente:
Eine Headline, die das Problem deiner Zielgruppe benennt
3 bis 5 Bullet Points, die zeigen, was sie bekommen
Social Proof (Testimonials, Zahlen, Logos)
Ein klarer Call-to-Action
Ein Formular oder Kalender-Widget
Konkretes Beispiel: Ein Unternehmensberater aus Köln — spezialisiert auf Handwerksbetriebe — hat mit exakt diesem Setup angefangen. Eine Meta-Ad mit dem Hook "Du führst einen Handwerksbetrieb mit 8 Mitarbeitern und fragst dich, warum trotz voller Auftragslage nichts übrig bleibt?" Eine Landing Page mit Calendly. 21 Euro CPL. 72 Prozent Show-Up-Rate. 5 Neukunden im ersten Monat bei 1.400 Euro Ad Spend. Kein Webinar. Kein Lead-Magnet. Einfach ein guter Hook, ein klares Angebot und ein Kalender.
Wenn du die technischen Details zum Kampagnen-Setup wissen willst, findest du die komplette [Anleitung in [meinem [Artikel Werbeanzeigen selbst schalten](https://blog.umsatz.ai/werbeanzeigen-selbst-schalten/)](https://blog.umsatz.ai/werbeanzeigen-selbst-schalten/)](https://blog.umsatz.ai/werbeanzeigen-selbst-schalten/).
Backend-Selling: Warum 80 Prozent deiner Leads nach dem ersten Kontakt kaufen
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Und hier verlieren die meisten Unternehmer bares Geld.
Die meisten denken, Lead-Generierung funktioniert so: Lead kommt rein, Call, Abschluss oder Absage. Fertig.
Das ist falsch.
Die Realität: Von 100 Leads buchen vielleicht 30 einen Call. Von diesen 30 erscheinen 20. Von diesen 20 kaufen 5 sofort. Was passiert mit den anderen 95?
Bei den meisten Unternehmern: nichts. Die Leads verschwinden in einer Excel-Tabelle und werden nie wieder kontaktiert. Und genau hier liegt das Gold.
Backend-Selling bedeutet: Du hast ein System, das die Leads, die nicht sofort kaufen, weiter bearbeitet. Automatisch. Systematisch. Über Wochen und Monate. Denn die meisten Menschen brauchen 7 bis 12 Touchpoints, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.
So sieht ein simples Backend-System aus:
Woche 1 bis 2: Automatisierte E-Mail-Sequenz (3 bis 4 Mails mit Mehrwert plus Case Studies)
Woche 3 bis 4: Follow-up per WhatsApp oder SMS
Monat 2 bis 3: Retargeting-Ads für alle, die auf deiner Landing Page waren
Monat 3 bis 6: Regelmäßiger Content, der in ihrem Feed auftaucht
In meiner Erfahrung kommen 60 bis 80 Prozent aller Abschlüsse nicht aus dem ersten Call. Sie kommen aus dem Follow-up. Aus der dritten E-Mail. Aus dem zweiten Gespräch. Aus der Retargeting-Ad drei Wochen später. Wenn du Leads generieren willst, bau nicht nur den Eingang — bau das gesamte System.
Welche Kennzahlen dir zeigen, ob dein Backend funktioniert, erkläre ich [im Detail [im [Artikel über [die 5 wichtigsten Meta Ads KPIs](https://blog.umsatz.ai/meta-ads-kpis/)](https://blog.umsatz.ai/meta-ads-kpis/)](https://blog.umsatz.ai/meta-ads-kpis/)](https://blog.umsatz.ai/meta-ads-kpis/).
Die Pre-Termin-Sequenz: Deine Geheimwaffe für höhere Show-Up-Raten
Was bringen dir 50 gebuchte Calls, wenn nur 15 auftauchen? Die meisten Unternehmer verlieren 40 bis 60 Prozent ihrer gebuchten Termine durch No-Shows. Das ist nicht nur ärgerlich — das ist bares Geld, das du verbrennst.
Die Lösung heißt Pre-Termin-Sequenz. Das ist eine automatisierte Abfolge von Nachrichten zwischen der Buchung und dem tatsächlichen Call.
So sieht meine Pre-Termin-Sequenz aus:
Sofort nach Buchung: Bestätigungs-Mail plus kurze WhatsApp. "Hey [Name], freue mich auf unser Gespräch am [Datum]. Damit wir deine Zeit maximal nutzen können, schau dir bitte vorher dieses 3-Minuten-Video an: [Link]"
24 Stunden vor dem Call: Erinnerungs-Mail plus WhatsApp: "Morgen um [Uhrzeit] sprechen wir über [Thema]. Hier ist der Zoom-Link. Hast du vorher noch Fragen?"
2 Stunden vor dem Call: Letzte WhatsApp: "In 2 Stunden geht's los. Hier nochmal der Link. Bis gleich!"
Das 3-Minuten-Video in der ersten Nachricht ist der Gamechanger. Es baut Vertrauen auf, weil der Lead dein Gesicht sieht und deine Stimme hört. Und es qualifiziert — wer sich das Video anschaut, ist deutlich engagierter als jemand, der es ignoriert.
Seit ich diese Sequenz nutze, liegt meine Show-Up-Rate bei 78 bis 85 Prozent. Vorher waren es 45 Prozent. Das sind keine kleinen Verbesserungen — das verdoppelt praktisch die Anzahl der Calls, die tatsächlich stattfinden.
Zusammenfassung: So funktioniert Lead-Generierung ohne Agentur
Lead-Generierung ohne Agentur funktioniert, wenn du diese fünf Bausteine hast:
Einen klaren Kanal — Paid Ads, Content oder Outreach
Einen simplen Funnel — Hook, Landing Page, Termin
Ein Backend-System für die Leads, die nicht sofort kaufen
Eine Pre-Termin-Sequenz für höhere Show-Up-Raten
Die Bereitschaft, selbst Verantwortung zu übernehmen
Das ist systematische Arbeit, die du in 2 bis 4 Wochen aufsetzen kannst. Und danach optimierst du. Du testest neue Hooks. Du verbesserst deine Landing Page. Du schreibst bessere Follow-up-Mails. Mit jedem Monat wird dein System besser — weil du es verstehst, nicht irgendein Agentur-Junior.
FAQ: Lead-Generierung ohne Agentur
Wie viel Budget brauche ich, um selbst Leads zu generieren?
Mit Paid Ads: 500 bis 1.000 Euro Testbudget im ersten Monat plus 50 bis 100 Euro Tool-Kosten. Mit Outreach oder Content brauchst du quasi kein Budget, nur deine Zeit. In Summe ist eigenständige Lead-Generierung deutlich günstiger als jeder Agentur-Retainer.
Wie lange dauert es, bis ich erste Ergebnisse sehe?
Mit Paid Ads 3 bis 7 Tage bis zu den ersten Leads. Mit Outreach 1 bis 2 Wochen bis zum ersten Call. Mit Content 2 bis 6 Monate bis zu konstantem Lead-Flow. Deshalb empfehle ich eine Kombination: kurzfristig Ads oder Outreach, langfristig Content.
Brauche ich technisches Wissen für meinen eigenen Funnel?
Nein. Du brauchst kein Coding und kein Webdesign. Tools wie Carrd, Leadpages oder WordPress mit Elementor reichen. Calendly für Termine, ActiveCampaign für E-Mails. Das Setup dauert einen Nachmittag, nicht einen Monat.
Was mache ich, wenn meine Leads nicht qualifiziert sind?
Dann liegt es an deinem Hook, nicht am Funnel. Je spezifischer dein Messaging, desto qualifizierter deine Leads. "Ich helfe Unternehmern" bringt schlechte Leads. "Ich helfe Physiotherapeuten mit eigener Praxis, ihre No-Show-Rate in 60 Tagen zu halbieren" bringt exzellente Leads.
Wann macht eine Agentur doch Sinn?
Wenn du bereits einen funktionierenden Funnel hast, deine Zahlen kennst (CPL, CPA, ROAS) und einfach skalieren willst. Dann kann eine Agentur als verlängerter Arm sinnvoll sein. Aber nie als Ersatz für dein eigenes Verständnis.
Über den Autor
Max Längsfeld ist Gründer von umsatz.ai und hilft Dienstleistern, Coaches und Beratern im DACH-Raum, planbar Neukunden zu gewinnen — ohne Agentur-Abhängigkeit. Mit über 1,8 Millionen Euro eigenem Ad Spend und hunderten optimierten Funnels weiß er, was funktioniert und was reine Theorie ist.
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